Ute Schleich

Ute Schleich lebt als freischaffende Musikerin und Atemtherapeutin nach Middendorf in der Nähe von Heidelberg. Sie studierte Blockflöte an der Musikhochschule in Karlsruhe bei Prof. Gerhard Braun, durch den sie  entscheidende Impulse für ihr Interesse an  zeitgenössischer Musik erhielt. Weiterbildungen bei Walter van Hauwe, Mareike Miessen, Peter Holtslag u.a. erweiterten ihr Wissen um Alte Musik. Ihre Neigung zur bewussten Tongestaltung konnte sie durch Adri Breukink und Gerd Lünenbürger vertiefen. Sie lebte viele Jahre in Hamburg, unterrichtete einige Jahre  als Dozentin für Blockflöte an der Musikhochschule in Lübeck, in der studienvorbereitenden Ausbildung in Rendsburg, sowie lange Jahre in der staatlichen Jugendmusikschule in Hamburg. Schon früh begann sie zu konzertieren, bereits während des Studiums gab es Uraufführungen und Aufnahmen. Sie spielt  Alte und Neue Musik in vielen verschiedenen  Besetzungen, wobei sie versucht auch neue Wege zu gehen: so z.B. mit einem Programm in der Kunsthalle Hamburg vor Original-Gemälden – „Klangbilder-Bilderklang“, mit Programmen für Blockflöte und Tanz, Blockflöte und Klangschalen  oder indem sie neue Werke in Auftrag gibt.

Sie beschäftigte sich intensiv mit japanischer Flötenmusik, woraus zwei CDs entstanden sind: „Kirschblüte und Regenpfeifer – Musik und Märchen aus Japan“ (2010), mit Gisela Pichler als Sprecherin und  „Kirschblüte, Bambus, Wind – Japanische Flötenmusik“ (2012) für Blockflöte solo mit japanischer Kunstmusik aus dem 17., 19. und  20. Jahrhundert sowie traditionellen Melodien (min’yo).

Die Ausbildung zur Atemtherapeutin nach Middendorf ergänzt ihre Arbeit als Musikerin. MusikerInnen aller Bereiche  können von ihrer „Atem- und Körperarbeit für MusikerInnen“ profitieren.

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Colors of Minimal Music

Ab 08.05. digital erhältlich und ab 29.05.2020 als CD im Handel

Colors of Minimal Music – die Entwicklung

Im November 2016 war ich für ein Konzert zum Internationalen Minimal-Musik-Festival nach Kassel eingeladen. Mit dabei waren der Tänzer Alexander Peschko, die Klangschalenmusikerin Luna Martina Pracht und Henrik Forberg, zuständig für die  künstlerische Beleuchtung.

Ausgelöst durch die intensive Beschäftigung mit Minimal-Musik  entstand in mir die Idee für diese CD. “images” für Blockflöte und Klangschalen von Ulli Götte war bereits komponiert, seine “dialoge” für Blockflöte und Violoncello kamen Ende 2016 hinzu und ich bat Jens Josef um eine Komposition für Blockflöte und Fagott – welche mit seinem „Duettino“ Anfang 2018 Gestalt annahm. Diese drei  Kompositionen zeichnen sich jeweils durch eine besonders aparte, seltene und bereichernde Besetzung aus, sowie durch die enge Verwandtschaft zur Minimal-Musik. Geehrt fühle ich mich, dass alle drei  Kompositionen mir gewidmet wurden. Ergänzt wird das Programm durch “Klassiker” der Minimal-Musik wie Philip Glass, Michael Nyman und Louis Andriessen, weiterhin durch Karel van Steenhoven mit zwei seiner Minimal-Preludes – sie beziehen sich auf  Philip Glass und  Michael Nyman – sowie durch Frans Geysen mit 2 Stücken aus seiner Sammlung  “City of Smile” – alle Stücke jeweils für Blockflöte solo.

Durch die Auseinandersetzung mit diesen Werken, mit dem Beauftragen von Kompositionen, Auswählen der Werke, Proben mit meinen Kolleginnen und Uraufführen  war ich lange Zeit gut und glücklich beschäftigt. Ich freue mich sehr, nun eine CD in Händen zu halten, die diese Arbeit dokumentiert. Mein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden und Unterstützenden!

Minimal Musik

Häufige Wiederholungen, das Ostinato als Motor, allmähliche Veränderungen, Einfachheit in Harmonik und Struktur – in den 60er und 70er Jahren ein Gegenpart zu Serieller Musik mit ihrer hohen Komplexität – so stellt sich die Minimal Musik ausgehend von Amerika in den 60er Jahren dar. Beeinflusst von Vielem – vom Jazz, von afrikanischer Polyrhythmik, von asiatischen und indonesischen Einflüssen –  entwickelt sie sich bis heute bzw. beeinflusst ihrerseits wiederum die Kompositionsweise etlicher Musikschaffenden. „Colors of Minimal-Music“ zeigt davon einen bunten Strauß: mit Weltersteinspielungen in den genannten  Besetzungen, sowie Solomusik für Blockflöte in verschiedenen „Farben“.